Früh erkannt - heilbar!

Modellprojekt: Kostenlose Hautkrebs-Untersuchung in 1600 Arztpraxen
"Früh erkannt, heilbar": In diesem Sinne gibt es jetzt zur Früherkennung von Hautkrebs in Schleswig-Holstein ein Modellprojekt.
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Kiel – Schleswig-Holstein ist Vorreiter: Im Rahmen eines Modellprojektes können ab sofort in vielen Arztpraxen Schleswig-Holsteins gesetzlich Versicherte sich kostenlos auf Hautkrebs untersuchen lassen. Denn die Botschaft "früh erkannt, heilbar", soll Durchschlagskraft erhalten. Das sagte auf der Kieler Pressekonferenz zum "Hautkrebs-Screening" gestern Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe.

Diese führt das Projekt gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention durch. Deren zweiter Vorsitzender Prof. Eckhard Breitbart erinnerte daran, dass UV-Strahlen den größten Risikofaktor bilden. Und, dass es nicht nur den oft genannten schwarzen Hautkrebs – sondern auch eventuell nicht so augenfällige Basalzell- oder und Plattenepithel-Karzinome gibt.

Etwa 2200 Menschen erkranken in Schleswig-Holstein jährlich an Hautkrebs und

zur Früherkennung sieht das Projekt zwei Stufen vor: In rund 1600 Praxen können Menschen im Alter von 20 Jahren und älter bei frisch geschulten Allgemeinmedizinern, Chirurgen, Dermatologen, Gynäkologen, Internisten und Urologen sich von Kopf bis Fuß untersuchen lassen. Bei Auffälligkeiten folgt eine Überweisung an den Dermatologen. Zum Projekt gehören außerdem eine Beratung über die gesetzlichen Krebs-Früherkennungsuntersuchungen und der persönliche Präventionspass.

Die Kosten für den Test – der nach Angaben von Krebshilfe-Pressesprecherin Dr. Eva Kalbheim bisher rund 30 Euro für gesetzlich Versicherte kostete – übernehmen die Krankenkassen in Schleswig-Holstein. Sie investieren dafür rund drei Millionen Euro, sagte AOK-Bereichsleiter Gerhard Kruse. Voraussetzung ist, dass der auf der Chipkarte gespeicherte Wohnsitz in Schleswig-Holstein liegt und der Patient nicht bei einer überregional geöffneten Betriebskrankenkasse versichert ist, ergänzte Dr. Klaus Bittmann, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein.

Und damit dies alles nicht, Angst, sondern Mut macht, begegnen uns Plakate mit Slogans, wie "Schön, wie positiv sich ein negativer Befund auf ihre Stimmung auswirkt. Gesund bleiben kann man nicht früh genug". In diesem Sinne ermutigte gestern Schirmherrin des Projektes Gesundheitsministerin Heide Moser, sich rege zu beteiligen. Denn das vom Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen entwickelte Projekt ist nicht nur Vorreiter, sondern bedeutet zugleich eine Generalprobe. Hat es sich bis zum 30. Juni 2004 als erfolgreich erwiesen, wird der Hautkrebs-Test ab 2005 in ganz Deutschland eingeführt. Informationen:

Aus den Kieler Nachrichten vom 15.07.2003

Für mehr Information:
www.jetztgesundbleiben.de

 

 
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